Kapitel 3

Das Nomen

Die Einheit als Ausgangspunkt

Im Zentrum dieses Modells stehen zunächst die materiellen Einheiten der wahrnehmbaren Wirklichkeit.

Wenn ein Mensch seine Umgebung mit seinen Sinnesorganen wahrnimmt, begegnet er unterschiedlichen Einheiten: Menschen, Tieren, Pflanzen, Gegenständen, Stoffen und anderen materiellen Erscheinungen.

Diese Einheiten sind nicht identisch. Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre spezifischen Strukturen, Eigenschaften und weitere charakteristische Merkmale.

Ein Baum unterscheidet sich von einem Stein, ein Mensch von einem Tier und Wasser von anderen Stoffen. Gleichzeitig können verschiedene Einheiten auch gemeinsame Merkmale besitzen.

Der Mensch kann die wahrgenommenen Einheiten miteinander vergleichen und dabei Unterschiede und Gemeinsamkeiten feststellen.

Die Einheit nimmt deshalb in unserem Modell eine zentrale Stellung ein.

Eigenschaften treten an Einheiten auf, Bewegungen und Veränderungen betreffen Einheiten, und räumliche Beziehungen bestehen zwischen Einheiten. Veränderungen der verschiedenen Einheiten werden wiederum in einem zeitlichen Verlauf wahrgenommen.

Damit lassen sich zunächst mehrere grundlegende Aspekte der wahrnehmbaren Wirklichkeit unterscheiden:

Einheit – Eigenschaft – Bewegung und Veränderung – Raum – Zeit

Diese Aspekte existieren für unsere Wahrnehmung nicht unabhängig voneinander. Eine Einheit besitzt Eigenschaften, kann sich bewegen oder verändern, nimmt eine bestimmte räumliche Position gegenüber anderen Einheiten ein und verändert sich im Verlauf der Zeit.

Von der Wahrnehmung zum Begriff

Durch Wahrnehmung und Vergleich erkennt der Mensch nicht nur einzelne Erscheinungen, sondern auch Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen ihnen.

Er kann beispielsweise verschiedene Bäume sehen, die sich in Größe, Form, Alter und anderen Eigenschaften unterscheiden. Gleichzeitig erkennt er Merkmale, aufgrund derer er sie trotz dieser Unterschiede als gleichartige Einheiten auffassen kann.

Auf diese Weise werden Erscheinungen voneinander abgegrenzt oder aufgrund gemeinsamer Merkmale zusammengefasst.

Es entstehen Begriffe.

Der Begriff ist dabei noch nicht mit seiner sprachlichen Benennung gleichzusetzen.

Das lässt sich besonders deutlich daran erkennen, dass Menschen verschiedener Sprachgemeinschaften vergleichbare Begriffe mit unterschiedlichen Wörtern bezeichnen können.

Der Stoff, der im Deutschen Wasser genannt wird, erhält in anderen Sprachen andere Benennungen. Die sprachlichen Zeichen unterscheiden sich, obwohl sie sich auf denselben Stoff beziehungsweise einen vergleichbaren Begriff beziehen.

Begriff und Benennung sind deshalb zwei verschiedene Ebenen.

Vom Begriff zur Benennung

Damit Menschen ihre Begriffe miteinander austauschen können, benötigen sie gemeinsam verständliche sprachliche Zeichen.

Eine Benennung funktioniert deshalb in gewisser Weise wie eine gesellschaftliche Vereinbarung.

Dabei ist nicht gemeint, dass Menschen sich notwendigerweise bewusst zusammensetzen und einen Vertrag über die Bezeichnung einer Erscheinung schließen. Die Vereinbarung besteht vielmehr darin, dass sich innerhalb einer Sprachgemeinschaft bestimmte sprachliche Zeichen für bestimmte Begriffe etablieren und von ihren Mitgliedern verstanden werden.

Wie eine solche Zuordnung im Kleinen funktionieren kann, lässt sich bereits bei kleinen Kindern beobachten.

Ein Kind, das die üblichen Wörter seiner Umgebung noch nicht beherrscht, kann für etwas eine eigene Lautfolge verwenden. Bezeichnet es beispielsweise Essen mit „nanam“ und verstehen die Eltern diese Bezeichnung, kann dieses Wort innerhalb dieser kleinen Kommunikationsgemeinschaft vorübergehend funktionieren.

Später lernt das Kind die in seiner Sprachgemeinschaft allgemein verwendete Benennung Essen und stellt die Verbindung zwischen dem bereits bekannten Begriff und dem gesellschaftlich etablierten sprachlichen Zeichen her. Die vorher verwendete Bezeichnung kann dadurch verschwinden.

Dieses Beispiel zeigt einen wichtigen Zusammenhang:

Nicht der Begriff bestimmt, welche Lautfolge zu seinem Namen werden muss.

Verschiedene Sprachgemeinschaften können demselben oder einem vergleichbaren Begriff unterschiedliche sprachliche Zeichen zuordnen. Entscheidend für die Kommunikation ist, dass die Zuordnung innerhalb der jeweiligen Gemeinschaft hinreichend gemeinsam verstanden wird.

Die Entwicklung der Begriffe

Begriffe und Benennungen bilden kein unveränderliches System.

Mit zunehmender Erfahrung und wachsendem Wissen können Menschen neue Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Zusammenhänge erkennen. Dadurch können vorhandene Begriffe genauer differenziert, ihr Bedeutungsumfang verändert und neue Begriffe gebildet werden.

Diese Entwicklung lässt sich auch in Wissenschaft, Technik, Philosophie, Kunst und anderen Bereichen menschlichen Wissens beobachten. Mit neuen Erkenntnissen entstehen neue begriffliche Unterscheidungen, und für diese werden häufig neue Benennungen benötigt oder vorhandene Wörter erhalten neue beziehungsweise genauere Bedeutungen.

Begriffsbildung und Benennung sollten deshalb nicht statisch, sondern als geschichtliche und fortlaufende Prozesse betrachtet werden.

Dabei entwickelt sich auch die Fähigkeit zur Abstraktion.

Der Mensch kann nicht nur materielle Einheiten als begriffliche Einheiten erfassen. Er kann schließlich auch Vorgänge, Eigenschaften, Zustände und Beziehungen selbst zum Gegenstand seines Denkens machen.

So kann beispielsweise aus einem Vorgang eine begrifflich behandelte Einheit werden:

fahren → die Fahrt

Aus einer Eigenschaft:

schön → die Schönheit

Und aus konkreten Erfahrungen und Beziehungen können zunehmend abstrakte Begriffe entstehen:

frei → die Freiheit

Freiheit ist keine materielle Einheit, die man wie einen Stein unmittelbar betrachten kann. Der Begriff kann jedoch mit konkreten Erfahrungen und Verhältnissen verbunden sein – beispielsweise damit, handeln zu können oder daran gehindert zu werden, gefangen zu sein oder sich aus einer Gefangenschaft zu befreien.

Durch Abstraktion können solche unterschiedlichen Erfahrungen zusammengefasst und schließlich selbst als begriffliche Einheit behandelt werden.

Warum dieses Modell mit dem Nomen beginnt

Damit wird verständlich, warum dieses Grammatikmodell mit dem Nomen beginnt.

Der Ausgangspunkt ist nicht die traditionelle Reihenfolge der Wortarten, sondern die zentrale Stellung der unterscheidbaren Einheit in der wahrnehmbaren Wirklichkeit und anschließend im menschlichen Denken.

Menschen nehmen Einheiten wahr, vergleichen sie, erkennen Unterschiede und Gemeinsamkeiten, bilden Begriffe und verwenden innerhalb ihrer Sprachgemeinschaft Benennungen, um über diese begrifflich unterschiedenen Einheiten miteinander kommunizieren zu können.

Mit fortschreitender Abstraktion können schließlich auch Vorgänge, Eigenschaften, Zustände und Beziehungen wie begriffliche Einheiten behandelt und entsprechend nominal ausgedrückt werden.

Das Nomen ermöglicht es der Sprache somit, etwas als benannte begriffliche Einheit zu behandeln – unabhängig davon, ob der Ausgangspunkt eine materielle Einheit, ein Vorgang, eine Eigenschaft, ein Zustand oder ein abstrakter Zusammenhang ist.

Die unterschiedlichen Kategorien einer Einheit

Menschen beobachten nicht nur materielle Einheiten, sondern auch deren Vorgänge, Verhalten und Eigenschaften sowie ihre räumlichen und zeitlichen Zusammenhänge.

Einheiten können deshalb innerhalb der Wirklichkeit in sehr unterschiedlichen Beziehungen auftreten. Eine Einheit kann sich bewegen, einen bestimmten Zustand besitzen oder ein bestimmtes Verhalten zeigen. Gleichzeitig kann sie mit anderen Einheiten und deren Bewegungen, Eigenschaften, räumlichen Positionen und zeitlichen Veränderungen in Beziehung stehen.

Dadurch können Einheiten unter verschiedenen Gesichtspunkten unterschieden und kategorisiert werden.

Eine Einheit kann beispielsweise allein auftreten oder gemeinsam mit weiteren gleichartigen Einheiten. Sie kann sich hinsichtlich bestimmter Eigenschaften von anderen Einheiten unterscheiden. Sie kann innerhalb eines beschriebenen Sachverhalts unterschiedliche Beziehungen zu anderen beteiligten Einheiten einnehmen.

Nicht jede dieser Unterscheidungen hat jedoch dieselben Auswirkungen auf die grammatische Struktur einer Sprache.

Einige Merkmale einer Einheit können sich auf andere Glieder eines Satzes auswirken.

Dies lässt sich am Numerus erkennen:

Der Mann läuft.

Die Männer laufen.

Im ersten Satz wird eine einzelne Einheit bezeichnet, im zweiten eine Mehrzahl. Diese Veränderung wirkt sich im Deutschen auf die Form des Verbs aus:

läuft ↔ laufen

Andere Unterscheidungen können dagegen sprachlich ausgedrückt werden, ohne eine entsprechende Veränderung des Verbs hervorzurufen.

Vergleichen wir:

Die Frau war deutsche Kanzlerin.

Angela Merkel war deutsche Kanzlerin.

Ob dieselbe Einheit durch eine allgemeine nominale Bezeichnung oder durch einen Eigennamen identifiziert wird, verändert hier die Form des Verbs nicht:

war ↔ war

Daraus ergibt sich für unser Modell eine wichtige Unterscheidung:

Einheiten können unter sehr vielen Gesichtspunkten kategorisiert werden, aber nur ein Teil dieser Kategorisierungen wird in einer bestimmten Sprache grammatisch wirksam.

Welche Unterscheidungen grammatisch relevant sind und wo sie innerhalb eines Satzes sichtbar werden, muss deshalb für jede Kategorie einzeln untersucht werden.

Numerus

Eine Einheit kann innerhalb eines Sachverhalts einzeln auftreten oder gemeinsam mit anderen gleichartig bezeichneten Einheiten betrachtet werden.

Diese Unterscheidung wird in der Grammatik als Numerus bezeichnet.

Der Numerus gibt an, ob eine begrifflich gleichartig bezeichnete Einheit einzeln oder in einer bestimmten Anzahl beziehungsweise Mehrzahl erfasst wird.

Welche Unterschiede dabei grammatisch ausgedrückt werden, hängt von der jeweiligen Sprache ab.

Im Deutschen werden grundsätzlich zwei Numerusformen unterschieden:

Singular – eine Einheit
Plural – mehrere gleichartig bezeichnete Einheiten

Zum Beispiel:

der Mann → die Männer
das Kind → die Kinder
der Baum → die Bäume

Andere Sprachen können die Anzahl genauer grammatisch unterscheiden. Das Arabische besitzt beispielsweise neben Singular und Plural auch einen Dual, mit dem genau zwei Einheiten bezeichnet werden können.

Damit zeigt sich bereits ein wichtiges Prinzip:

Die Anzahl der Einheiten gehört zur wahrnehmbaren beziehungsweise gedachten Wirklichkeit; wie fein diese Anzahl grammatisch kategorisiert wird, bestimmt dagegen das jeweilige Sprachsystem.

Im Deutschen besitzt der Numerus außerdem Auswirkungen auf andere Teile des Satzes.

Steht eine nominal bezeichnete Einheit als Subjekt im Nominativ, stimmt das finite Verb mit ihr im Numerus überein:

Der Mann läuft.
Die Männer laufen.

Das Kind schläft.
Die Kinder schlafen.

Die Veränderung

Singular → Plural

führt hier zugleich zu:

läuft → laufen
schläft → schlafen

Das geschieht jedoch nicht bei jeder nominalen Einheit im Satz:

Der Mann sieht die Frau.
Der Mann sieht die Frauen.

Obwohl sich der Numerus von Frau zu Frauen verändert, bleibt die Verbform sieht unverändert.

Daraus folgt:

Nicht der Numerus irgendeiner Einheit bestimmt die Verbform. Entscheidend ist auch, welche grammatische Beziehung diese Einheit innerhalb des Satzes einnimmt.

Damit begegnen sich bereits zwei unterschiedliche Kategorien unseres Modells: Ein Merkmal einer Einheit – hier der Numerus – kann abhängig von ihrer grammatischen Beziehung Auswirkungen auf andere Satzglieder haben.

Genus

Eine andere grammatische Kategorisierung nominal bezeichneter Einheiten ist das Genus.

Dabei muss zunächst zwischen Eigenschaften einer Einheit in der Wirklichkeit und ihrer grammatischen Einordnung durch eine Sprache unterschieden werden.

Das Deutsche unterscheidet drei grammatische Genera:

Maskulinum: der Mann, der Tisch
Femininum: die Frau, die Lampe
Neutrum: das Kind, das Haus

Bereits diese Beispiele zeigen, dass grammatisches Genus nicht einfach mit dem natürlichen beziehungsweise biologischen Geschlecht gleichgesetzt werden kann.

Menschen können ein biologisches Geschlecht besitzen; Gegenstände wie Tisch, Lampe und Haus besitzen dieses nicht. Trotzdem werden ihre Nomen im Deutschen unterschiedlichen grammatischen Genera zugeordnet.

Andere Sprachen kategorisieren ihre Nomen anders.

Das Paschto unterscheidet grammatisch grundsätzlich zwischen Maskulinum und Femininum.

Dari besitzt dagegen kein vergleichbares grammatisches Genussystem der Nomen.

Auch im Englischen können Unterschiede des natürlichen Geschlechts sprachlich ausgedrückt werden. Bei Menschen wird beispielsweise zwischen he und she unterschieden. Auch bei Tieren können he oder she verwendet werden, wenn ihr Geschlecht bekannt oder für den Sprecher relevant ist; andernfalls kann it verwendet werden. Unbelebte Gegenstände wie box, door oder table besitzen dagegen im heutigen Englisch kein grammatisches Genus und werden gewöhnlich mit it wiederaufgenommen.

Damit muss zwischen dem natürlichen Geschlecht einer Einheit und dem grammatischen Genus eines Nomens unterschieden werden.

Der Vergleich verschiedener Sprachen zeigt deshalb:

Genus ist keine notwendige Eigenschaft der bezeichneten Einheit selbst, sondern eine sprachspezifische grammatische Kategorisierung.

Auch seine grammatischen Auswirkungen unterscheiden sich vom Numerus.

Vergleichen wir:

Der Mann läuft.
Die Frau läuft.
Das Kind läuft.

Obwohl die Nomen drei unterschiedlichen Genera angehören, bleibt die Verbform gleich:

läuft – läuft – läuft

Das Genus verändert im Deutschen also nicht die Form des Verbs.

Es wird dagegen innerhalb der nominalen Struktur sichtbar, insbesondere an Artikeln und anderen kongruierenden Begleitern:

der Mann
die Frau
das Kind

Ebenso:

ein großer Mann
eine große Frau
ein großes Kind

Damit unterscheiden sich Numerus und Genus in unserem Modell grundsätzlich:

Der Numerus kann eine reale beziehungsweise gedachte Anzahl von Einheiten unterscheiden und unter bestimmten grammatischen Bedingungen Auswirkungen auf die Verbform haben.

Das Genus dagegen ist eine sprachspezifische Klassifikation von Nomen. Im Deutschen wirkt es sich unter anderem auf Artikel, Pronomen und die Formen bestimmter Begleiter aus, nicht aber auf die Verbform.

Definitheit

Sprache dient der Kommunikation zwischen Menschen. Dabei nimmt der Sprecher eine zentrale Rolle ein: Er richtet eine Aussage an einen oder mehrere Hörer und spricht dabei über bestimmte Einheiten, Vorgänge, Eigenschaften oder Sachverhalte.

Wenn der Sprecher eine Einheit bezeichnet, spielt eine wichtige Rolle, ob er davon ausgeht, dass der Hörer erkennen kann, welche Einheit gemeint ist.

Ist die betreffende Einheit beiden Seiten bereits bekannt, wurde sie vorher genannt oder ist sie aufgrund der Situation eindeutig bestimmbar, verwendet das Deutsche gewöhnlich den bestimmten Artikel:

der Mann

das Kind

die Frau

Zum Beispiel:

Der Mann wartet vor der Tür.

Der Sprecher signalisiert mit der Mann, dass nicht irgendein Mann gemeint ist, sondern ein Mann, den der Hörer im jeweiligen Zusammenhang identifizieren können soll.

Anders verhält es sich, wenn der Sprecher eine Einheit einführt, von der er nicht voraussetzt, dass der Hörer sie bereits eindeutig identifizieren kann.

Dann kann der unbestimmte Artikel verwendet werden:

ein Mann

ein Kind

eine Frau

Zum Beispiel:

Ein Mann wartet vor der Tür.

Der Sprecher teilt dem Hörer mit, dass eine Einheit der Kategorie Mann vorhanden ist, legt aber durch den Artikel noch nicht fest, welcher bestimmte Mann für den Hörer identifizierbar sein soll.

Häufig kann dieselbe Einheit anschließend bestimmt bezeichnet werden:

Ein Mann wartet vor der Tür. Der Mann möchte mit dir sprechen.

Beim ersten Auftreten wird der Mann in die Kommunikation eingeführt:

ein Mann

Danach ist er für Sprecher und Hörer innerhalb des aufgebauten Gesprächszusammenhangs identifizierbar:

der Mann

Eine weitere Möglichkeit entsteht, wenn der Sprecher das Vorhandensein einer unbestimmt bezeichneten Einheit verneint:

Kein Mann wartet vor der Tür.

Kein Kind ist im Zimmer.

Keine Frau hat angerufen.

Die Formen kein, keine usw. können wir in unserem Modell als unbestimmt negativ bezeichnen.

Dabei verbindet sich die unbestimmte Bezugnahme mit einer Negation:

ein Mann → kein Mann

ein Kind → kein Kind

eine Frau → keine Frau

Es handelt sich daher nicht um dieselbe Art von Gegensatz wie zwischen Singular und Plural. Vielmehr treffen hier zwei Informationen zusammen:

unbestimmte Bezugnahme + Negation

Für unser Modell können wir somit zunächst drei Formen der nominalen Bezugnahme unterscheiden:

bestimmt: der Mann

unbestimmt: ein Mann

unbestimmt negativ: kein Mann

Die zugrunde liegende Kategorie der Definitheit betrifft dabei vor allem die Beziehung zwischen Sprecher, Hörer und der bezeichneten Einheit:

Kann der Sprecher voraussetzen, dass der Hörer die gemeinte Einheit innerhalb des gemeinsamen Wissens oder der Kommunikationssituation identifizieren kann, wird sie bestimmt bezeichnet. Ist diese Identifizierbarkeit nicht vorausgesetzt, kann sie unbestimmt bezeichnet werden. Wird die Existenz beziehungsweise das Vorhandensein einer solchen unbestimmten Einheit verneint, kann im Deutschen die Form mit kein verwendet werden.

Wirkung auf andere Satzglieder

Auch hier können wir wieder fragen, ob diese Kategorisierung Auswirkungen auf das Verb hat.

Vergleichen wir:

Der Mann läuft.

Ein Mann läuft.

Kein Mann läuft.

Die Art der Bezugnahme verändert sich:

bestimmt → unbestimmt → unbestimmt negativ

Die Verbform bleibt jedoch:

läuft → läuft → läuft

Damit unterscheidet sich Definitheit in unserem Modell wiederum vom Numerus.

Die Definitheit verändert im Deutschen nicht aufgrund ihrer Bestimmtheit oder Unbestimmtheit die Verbform. Sie wird vor allem innerhalb der nominalen Struktur sichtbar, insbesondere durch die Wahl des Artikels beziehungsweise Determinierers.

Kasus – die Beziehung der Einheiten innerhalb eines Sachverhalts

Die Beziehung zwischen Nomen und Verb

Einheiten können nicht nur unterschiedliche Eigenschaften besitzen oder in unterschiedlicher Anzahl auftreten. Sie können innerhalb einer Handlung, eines Vorgangs oder eines Zustands auch unterschiedliche Beziehungen zueinander und zum Verb einnehmen.

Diese Beziehungen bilden einen wichtigen Ausgangspunkt für das Verständnis des Kasus.

Eine Einheit und eine Handlung

Eine Einheit kann zunächst allein als Träger beziehungsweise Ausführender einer Handlung auftreten:

Der Mann läuft.

oder:

Der Mann kauft.

Die Einheit der Mann ist hier diejenige Einheit, von der die Handlung ausgeht beziehungsweise der die Handlung zugeschrieben wird.

In einem solchen einfachen Satz besteht zunächst eine Beziehung zwischen einer nominal bezeichneten Einheit und dem Verb:

der Mann ↔ läuft

Die Einheit übernimmt die Funktion des Subjekts und steht im Deutschen im Nominativ.

Vereinfacht:

eine Einheit + Handlung → Nominativ + Verb

Der Nominativ kennzeichnet damit im typischen Fall diejenige Einheit, die als Subjekt des beschriebenen Sachverhalts auftritt.

Zwei Einheiten und eine Handlung

Eine Handlung kann eine zweite Einheit einbeziehen:

Der Mann kauft den Bleistift.

Nun haben wir zwei unterschiedlich beteiligte Einheiten:

der Mann → führt die Handlung aus
den Bleistift → die Handlung richtet sich unmittelbar auf ihn

Der Mann kauft; der Bleistift wird gekauft.

Die zweite Einheit ist damit unmittelbar von der Handlung betroffen. Sie erscheint in diesem Satz als direktes Objekt und steht im Akkusativ.

Die Grundstruktur lautet hier:

Nominativ + Verb + Akkusativ

oder auf der Ebene der Beziehungen:

Ausführender → Handlung → unmittelbar betroffene Einheit

Drei Einheiten und eine Handlung

Eine Handlung kann eine weitere Einheit in den Sachverhalt einbeziehen:

Der Mann kauft dem Kind den Bleistift.

Jetzt treten drei Einheiten in unterschiedlichen Beziehungen zur Handlung auf:

der Mann → führt die Handlung aus
den Bleistift → wird unmittelbar gekauft
dem Kind → wird durch die Handlung mittelbar einbezogen

Das Kind kauft den Bleistift nicht selbst.

Es wird auch nicht gekauft.

In diesem Beispiel geschieht die Handlung vielmehr für das Kind. Seine Beteiligung unterscheidet sich daher sowohl von derjenigen des Mannes als auch von derjenigen des Bleistifts.

Im Deutschen wird diese Einheit hier durch den Dativ gekennzeichnet.

Wir erhalten:

Nominativ + Verb + Dativ + Akkusativ

beziehungsweise:

Ausführender → Handlung → indirekt beteiligte Einheit + unmittelbar betroffene Einheit

Damit ergibt sich zunächst ein einfaches Grundmodell:

eine beteiligte Einheit:
Nominativ + Verb

zwei beteiligte Einheiten:
Nominativ + Verb + Akkusativ

drei beteiligte Einheiten:
Nominativ + Verb + Dativ + Akkusativ

Das Grundmodell und die tatsächlich gewachsene Sprache

Dieses Modell beschreibt eine grundlegende semantische Beziehung, darf jedoch nicht als ausnahmslose Bildungsregel des Deutschen verstanden werden.

Natürliche Sprachen sind nicht als vollständig einheitliche Systeme auf einmal entstanden. Sie haben sich historisch entwickelt. Deshalb stimmen die grammatischen Strukturen einer heutigen Sprache nicht in jedem Fall mit einem einfachen semantischen Grundschema überein.

Das Deutsche besitzt beispielsweise Verben, bei denen zwei Einheiten beteiligt sind, die zweite Einheit aber nicht im Akkusativ, sondern im Dativ steht:

Der Mann hilft dem Kind.

Wir haben zwei nominal bezeichnete Einheiten:

der Mann → Nominativ
dem Kind → Dativ

also:

Nominativ + Verb + Dativ

und nicht:

Nominativ + Verb + Akkusativ

Ähnliche Konstruktionen finden wir beispielsweise bei:

jemandem folgen
jemandem gefallen
jemandem vertrauen

Das zeigt einen wichtigen Unterschied zwischen unserem Erklärungsmodell und der konkreten Grammatik einer historisch gewachsenen Sprache.

Das Grundmodell versucht zunächst zu erklären, welche Beziehungen zwischen den beteiligten Einheiten eines Sachverhalts unterschieden werden können. Die jeweilige Sprache bestimmt jedoch, wie diese Beziehungen bei einem bestimmten Verb tatsächlich grammatisch gekennzeichnet werden.

Deshalb muss beim Erlernen einer konkreten Sprache zusätzlich gelernt werden, welchen Kasus ein bestimmtes Verb verlangt.

Genitiv – Zugehörigkeit zwischen Einheiten

Bei Nominativ, Akkusativ und Dativ haben wir bisher betrachtet, wie verschiedene Einheiten unmittelbar oder mittelbar mit einer Handlung, einem Vorgang oder einem Zustand in Beziehung stehen können.

Es gibt jedoch auch Beziehungen, bei denen eine Einheit nicht mit dem Verb, sondern mit einer anderen Einheit verbunden ist.

Betrachten wir:

Der Mann der Frau kauft.

Die Handlung wird durch das Verb kaufen ausgedrückt. Der Mann ist der Ausführende dieser Handlung:

der Mann → kauft

Die Frau dagegen führt die Handlung nicht aus. Sie wird nicht gekauft und ist auch nicht indirekt an der Handlung beteiligt.

Ihre unmittelbare Beziehung besteht nicht zum Verb kaufen, sondern zum Mann:

der Mann ↔ der Frau

Der Genitiv der Frau drückt hier eine Zugehörigkeit beziehungsweise Zuordnung zwischen zwei Einheiten aus.

Diese Beziehung kann grundsätzlich bei Einheiten auftreten, die innerhalb des Satzes unterschiedliche Funktionen besitzen.

Beim Nominativ:

Der Mann der Frau kauft.

der Mann → Nominativ → Beziehung zum Verb
der Frau → Genitiv → Zugehörigkeit zum Mann

Beim Akkusativ:

Der Mann kauft den Bleistift der Frau.

der Mann → Nominativ → Ausführender der Handlung
den Bleistift → Akkusativ → unmittelbar von der Handlung betroffen
der Frau → Genitiv → Zugehörigkeit zum Bleistift

Beim Dativ:

Der Mann kauft dem Kind der Frau den Bleistift.

der Mann → Nominativ → Ausführender der Handlung
dem Kind → Dativ → indirekt an der Handlung beteiligt
den Bleistift → Akkusativ → unmittelbar von der Handlung betroffen
der Frau → Genitiv → Zugehörigkeit zum Kind

Die Einheit im Genitiv kann also mit einer Einheit im Nominativ, Akkusativ oder Dativ verbunden sein, ohne dadurch selbst unmittelbar mit der Handlung des Verbs in Beziehung zu treten.

Dabei kann die Zugehörigkeit sehr unterschiedliche Formen annehmen:

das Auto des Mannes → besitzbezogene Zugehörigkeit

die Mutter des Kindes → verwandtschaftliche Zugehörigkeit

die Hauptstadt Deutschlands → räumlich-politische Zugehörigkeit

der Anfang des Buches → Teilzugehörigkeit

Die konkrete Art der Zugehörigkeit ergibt sich aus den beteiligten Einheiten und dem jeweiligen Zusammenhang.

Damit unterscheidet sich der Genitiv in seiner grundlegenden Funktion von den bisher betrachteten Fällen:

Nominativ, Akkusativ und Dativ können unterschiedliche Beziehungen einer Einheit zur Handlung, zum Vorgang oder zum Zustand ausdrücken. Der Genitiv kennzeichnet dagegen in seiner grundlegenden Funktion eine Zugehörigkeits- oder Zuordnungsbeziehung zwischen nominal bezeichneten Einheiten.

Diese Unterscheidung wird für unser Modell wichtig, weil sie zeigt, dass Einheiten nicht nur über das Verb miteinander verbunden werden können. Zwischen ihnen können auch unmittelbare Beziehungen bestehen, die unabhängig von der beschriebenen Handlung betrachtet werden.

Präpositionen – weitere Beziehungen zwischen Einheiten

Die Wirklichkeit ist umfangreich und ihre Einheiten können in sehr unterschiedlichen und komplexen Beziehungen zueinander stehen.

Diese Beziehungen lassen sich nicht allein durch die Verbindung mit einem Verb oder durch Zugehörigkeit ausdrücken.

Eine Einheit kann sich beispielsweise mit, auf, unter, neben, vor, hinter, zwischen oder in Beziehung zu einer anderen Einheit befinden. Ebenso können Mittel, Herkunft, Ziel, Ursache, Zeit und zahlreiche weitere Zusammenhänge ausgedrückt werden.

Dafür verwendet die Sprache unter anderem Präpositionen.

Betrachten wir:

Der Mann fährt mit dem Fahrrad zur Universität.

Der Mann ist der Ausführende der Handlung:

der Mann → fährt

Das Fahrrad ist jedoch weder der Ausführende der Handlung noch ein direkt von der Handlung betroffenes Objekt. Es ist das Mittel, mit dessen Hilfe die Handlung ausgeführt wird.

Diese Beziehung wird durch die Präposition mit ausgedrückt:

mit dem Fahrrad

Die Präposition kann nicht einfach entfernt werden, ohne die Beziehung zu verändern oder den Satz ungrammatisch zu machen:

Der Mann fährt dem Fahrrad zur Universität.

Damit zeigt sich eine grundlegende Funktion der Präposition:

Präpositionen dienen dazu, Beziehungen zwischen Einheiten und Sachverhalten genauer zu bestimmen, die durch die unmittelbare Beziehung zum Verb oder durch Zugehörigkeit allein nicht ausreichend ausgedrückt werden können.

Präpositionen und Kasus

Im Deutschen stehen Präpositionen in enger Verbindung mit dem Kasus der ihnen zugeordneten nominalen Einheit.

Einige Präpositionen verlangen den Akkusativ.

Dazu gehören beispielsweise:

durch, für, gegen, ohne, um

Beispiele:

Sie fährt durch die Wüste.

Sie kommt ohne ihren Mann.

Hier bestimmen die Präpositionen den Kasus:

durch + Akkusativ → durch die Wüste

ohne + Akkusativ → ohne ihren Mann

Andere Präpositionen verlangen den Dativ.

Dazu gehören beispielsweise:

aus, bei, mit, nach, seit, von, zu

Beispiele:

Der Mann fährt mit dem Fahrrad.

Ich fahre zur Schule.

Du bist vom Kino gekommen.

Auch hier wird der Kasus durch die Präposition bestimmt:

mit + Dativ → mit dem Fahrrad

zu + Dativ → zu der Schule → zur Schule

von + Dativ → von dem Kino → vom Kino

Damit zeigt sich, dass Akkusativ und Dativ im Deutschen nicht ausschließlich aus der unmittelbaren Beziehung einer Einheit zum Verb erklärt werden können.

Bei einer Präpositionalgruppe übernimmt die Präposition selbst eine wichtige Rolle bei der Bestimmung dieser Beziehung und verlangt den entsprechenden Kasus.

Präpositionen mit Akkusativ oder Dativ

Eine besondere Gruppe bilden Präpositionen, die sowohl mit dem Akkusativ als auch mit dem Dativ verwendet werden können.

Dazu gehören:

an, auf, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen

Bei diesen sogenannten Wechselpräpositionen hängt der Kasus davon ab, in welcher räumlichen Beziehung die bezeichnete Einheit zur Handlung, zum Vorgang oder zum Zustand steht.

Bezeichnet eine Einheit den Ort oder räumlichen Bereich, an dem eine Handlung, ein Vorgang oder ein Zustand stattfindet, steht sie nach einer Wechselpräposition im Dativ.

Zum Beispiel:

Das Buch liegt auf dem Tisch.

Der Tisch ist der Ort, an dem sich das Buch befindet:

Wo liegt das Buch? – Auf dem Tisch.

Ebenso:

Er fährt auf der Straße.

Die Straße ist hier nicht das Ziel der Handlung. Sie bezeichnet den räumlichen Bereich, in dem das Fahren stattfindet:

Wo fährt er? – Auf der Straße.

Auch bei:

Ich laufe im Park.

findet eine Bewegung statt. Trotzdem steht der Dativ:

in dem Park → im Park

Der Park ist der räumliche Bereich, innerhalb dessen die Handlung laufen stattfindet.

Daraus folgt:

Ort oder räumlicher Bereich einer Handlung, eines Vorgangs oder Zustands → Dativ

Anders verhält es sich, wenn die bezeichnete Einheit das räumliche Ziel einer Handlung oder Bewegung darstellt.

Zum Beispiel:

Ich hänge das Bild an die Wand.

Die Wand bezeichnet hier nicht den Ort, an dem die Handlung bereits stattfindet, sondern das Ziel, auf das die Handlung gerichtet ist:

Wohin hänge ich das Bild? – An die Wand.

Deshalb steht der Akkusativ.

Dasselbe lässt sich mit demselben Verb besonders deutlich zeigen:

Ich fahre auf der Straße.

Die Straße bezeichnet den räumlichen Bereich des Fahrens:

auf der Straße → Dativ

Dagegen:

Ich fahre auf die Straße.

Jetzt ist die Straße das räumliche Ziel der Bewegung:

auf die Straße → Akkusativ

Ebenso:

Ich laufe im Park.
→ Der Park ist der räumliche Bereich der Handlung. → Dativ

Ich laufe in den Park.
→ Der Park ist das räumliche Ziel der Handlung. → Akkusativ

Damit lässt sich die grundlegende Unterscheidung bei Wechselpräpositionen folgendermaßen darstellen:

Einheit als Ort oder räumlicher Bereich des Geschehens → Dativ

Einheit als räumliches Ziel des Geschehens → Akkusativ

Die häufig verwendeten Fragen

Wo? → Dativ

und

Wohin? → Akkusativ

sind praktische Hilfsmittel, um diese Beziehungen zu erkennen.

Entscheidend ist jedoch nicht, ob überhaupt eine Bewegung oder Handlung stattfindet. Entscheidend ist die räumliche Beziehung der Einheit zum beschriebenen Geschehen.

Eine Bewegung kann innerhalb eines Ortes stattfinden:

Er läuft im Park. → Dativ

oder auf ein räumliches Ziel gerichtet sein:

Er läuft in den Park. → Akkusativ

Die Funktion der Präposition im Modell

Damit erweitert sich unser bisheriges Beziehungsmodell.

Einheiten können:

unmittelbar oder mittelbar mit einer Handlung, einem Vorgang oder einem Zustand verbunden sein,

durch Zugehörigkeit mit einer anderen Einheit verbunden sein

oder

durch Präpositionen in weitere, genauer bestimmte Beziehungen zu Einheiten und Sachverhalten gesetzt werden.

Präpositionen ermöglichen es der Sprache damit, die vielfältigen Beziehungen der Wirklichkeit wesentlich genauer auszudrücken.

Rückblick

Das Nomen steht am Anfang dieses Grammatikmodells, weil zunächst die Einheiten der wahrnehmbaren Wirklichkeit im Mittelpunkt stehen.

Menschen nehmen ihre Umgebung mit ihren Sinnesorganen wahr und unterscheiden Einheiten hauptsächlich aufgrund ihrer spezifischen Strukturen, Eigenschaften und weiterer charakteristischer Merkmale. Durch Vergleich erkennen sie Unterschiede und Gemeinsamkeiten und können Erscheinungen begrifflich voneinander abgrenzen oder zusammenfassen.

Dabei müssen Begriff und Benennung voneinander unterschieden werden. Ein Begriff ist nicht mit dem sprachlichen Zeichen identisch, das für ihn verwendet wird. Verschiedene Sprachgemeinschaften können vergleichbare Begriffe unterschiedlich benennen. Eine Benennung funktioniert dabei wie eine gesellschaftlich entwickelte Vereinbarung: Sie ermöglicht es den Mitgliedern einer Sprachgemeinschaft, sich mit gemeinsam verständlichen sprachlichen Zeichen auf begrifflich erfasste Einheiten zu beziehen.

Das Nomen ermöglicht es der Sprache, solche Einheiten als benannte begriffliche Einheiten zu behandeln.

Die Einheiten der Wirklichkeit treten jedoch nicht isoliert auf. Sie besitzen Eigenschaften, führen Handlungen aus, befinden sich in Zuständen, verändern sich und stehen in räumlichen, zeitlichen und anderen Beziehungen zueinander. Veränderungen der verschiedenen Einheiten werden dabei in einem zeitlichen Verlauf wahrgenommen.

Diese Unterschiede und Beziehungen können in der Sprache auf unterschiedliche Weise grammatisch wirksam werden. Das Nomen bildet damit den sprachlichen Ausgangspunkt, von dem aus die Einheiten der Wirklichkeit und ihre Beziehungen innerhalb eines Sachverhalts weiter untersucht werden können.

Autor: Khyal Aryubi

Version: 1.0

Veröffentlicht: 25.08.2026

Lizenz: CC BY-NC 4.0

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